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GILDEMEISTER kaufen


19.04.2010
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die GILDEMEISTER-Aktie (ISIN DE0005878003 / WKN 587800) weiterhin mit dem Rating "kaufen" ein.

Die GILDEMEISTER AG sei in einem stark fragmentierten Weltmarkt mit einem Marktanteil von ca. 6,5% der klare Marktführer im Bereich der spanenden Werkzeugmaschinen vor dem japanischen Kooperationspartner Mori Seiki. Auf den weiteren Plätzen würden schon chinesische Maschinenhersteller folgen. Die starke Marktstellung halte GILDEMEISTER aufgrund der technologischen Marktführerschaft inne.

Mit der Kooperation mit Mori Seiki würden beide Gesellschaften ihre Marktstellung festigen. Die Kooperation umfasse inzwischen Produktion, Forschung und Entwicklung, Einkauf, Vertrieb und Service sowie die weltweite Bereitstellung von Kundenfinanzierungen. Die Kunden würden von einer deutlich verstärkten Vertriebs- und Servicestruktur profitieren und könnten aus dem breiten Produktprogramm beider Hersteller die für sie beste Lösung auswählen. Durch wenige gemeinsame Kunden sei der Wettbewerb untereinander gering.

Die enge Zusammenarbeit spiegele sich in der partnerschaftlichen Entwicklung und Fertigung gemeinsamer Maschinentypen wider. Kernbestandteile der Zusammenarbeit seien die verbundene Produktion und der Bezug standardisierter Komponenten. Dabei werde sich GILDEMEISTER im Bereich der Produktion vornehmlich auf die Herstellung gemeinsamer Entry-Maschinen im Werk Shanghai konzentrieren.

Durch die Akquisition der a+f sei GILDEMEISTER seit nun zwei Jahren auch im Bereich der regenerativen Energien tätig, um die Abhängigkeit vom zyklischen Werkzeugmaschinengeschäft zu reduzieren. In diesem Marktsegment habe GILDEMEISTER mit den großen SunCarrieren ein Alleinstellungsmerkmal. Sinkende Preise für die Module hätten keinen Einfluss auf das Geschäftsmodell in diesem Segment. Weltweit sei die Solarbranche unverändert ein Wachstumsmarkt.

Die Auftragseingänge im Werkzeugmaschinengeschäft würden stetig besser, was sich dann auch ab der zweiten Jahreshälfte positiv auf die Geschäftszahlen auswirken sollte. Die Hochrechnungen des Brachenverbandes vdw würden eine rasante Erholung der Branche erwarten lassen, getrieben durch die BRIC-Staaten. Davon werde GILDEMEISTER als internationaler Marktführer profitieren. Durch die Zusammenarbeit im Mori Seiki werde sich die Profitabilität im Konzern erhöhen. Das Augenmerk müsse auch auf den FCF gerichtet sein. Aber auch hier könne erst in der zweiten Jahreshälfte mit einem positiven Niveau gerechnet werden.


GILDEMEISTER erweitere das Geschäftsfeld regenerative Energien um Speicherlösungen für Solaranlagen. Die Tochtergesellschaft a+f beteilige sich mehrheitlich an der österreichischen Cellstrom GmbH ein (50,001%). Zudem erwerbe a+f auch eine Beteiligung von 5% an der Cellstrom-Muttergesellschaft Younicos AG. Die 2000 gegründete Cellstrom GmbH sei auf Speicherlösungen, insbesondere für Solaranlagen, spezialisiert. GILDEMEISTER strebe an, mit der Speichertechnik ab 2011 einen Umsatz im zweistelligen Mio.-Bereich zu erreichen.

Darüber hinaus hätten GILDEMEISTER und Mori Seiki Mitte März verkündet, dass die Zusammenarbeit intensiviert werde. Die beiden Unternehmen würden ihre Aktivitäten in den USA und im Wachstumsmarkt Indien bündeln. Beide Unternehmen hätten vereinbart, ab dem 1. April 2010 alle Vertriebs- und Serviceaktivitäten in einer Gesellschaft zusammenzuführen. Die strategische Zusammenarbeit sei in den Märkten Taiwan, Thailand, Indonesien und in der Türkei gestartet.

Der Umsatz sei im Geschäftsjahr um 722,8 Mio. EUR (-38%) auf 1.181,2 Mio. EUR gesunken. Dabei habe ein noch höherer Rückgang durch den guten Auftragsbestand zu Beginn des Jahres vermieden werden können.

Im Segment Werkzeugmaschinen, dass das Neumaschinengeschäft umfasse, sei der Umsatz um 36% bzw. 426,5 Mio. EUR auf 757,7 Mio. EUR zurückgegangen. Auch das Segment Services sei vom konjunkturellen Abschwung geprägt gewesen. Der Umsatz habe sich um 41% bzw. 296,3 Mio. EUR auf 423,3 Mio. EUR (Vorjahr: 719,6 Mio. EUR) reduziert. Die Sparte Solartechnik, deren Ergebnisse in den Serviceumsätzen enthalten gewesen seien, habe mit 88,5 Mio. EUR dazu beigetragen. Das originäre Servicegeschäft habe einen Rückgang von 36% bzw. 185,3 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet.

Der Auftragseingang sei um 39% rückläufig gewesen und habe 1.145,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1.882,0 Mio. EUR) erreicht. In den ersten drei Quartalen habe sich der Auftragseingang analog zum schwierigen Marktumfeld stark rückläufig entwickelt. Im vierten Quartal habe der Auftragseingang mit 327,7 Mio. EUR die Wende (Vorjahr: 289,2 Mio. EUR) verzeichnet. Das Werkzeugmaschinengeschäft sei in 2009 um 51% auf 568,0 Mio. EUR rückläufig gewesen. Das Servicegeschäft habe 577,7 Mio. EUR (-21%) zum Auftragseingang beigetragen. Aufgrund einiger Großaufträge habe sich das Solargeschäft mit 299,8 Mio. EUR (+85%) positiv entwickelt.

Durch frühzeitiges Gegensteuern und ein striktes Kostensenkungsprogramm sei das EBIT mit 31,8 Mio. EUR (Vorjahr: 158,2 Mio. EUR) noch deutlich positiv gewesen. Darin enthalten seien Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 40 Mio. EUR. Entlastet worden sei das EBIT durch die Auflösung einer Rückstellung im Solarbereich in Höhe von 13 Mio. EUR. Der Jahresüberschuss im Konzern habe noch 4,7 Mio. EUR (Vorjahr: 81,1 Mio. EUR) betragen. Zu bemängeln sei der negative FCF von 101 Mio. EUR (ohne Aktienerwerb an Mori Seiki) infolge von Verschiebungen von Zahlungseingängen im Solargeschäft in das erste Halbjahr 2010 (ca. 75 Mio. EUR) und verzögerte Auslieferungen und Zahlungen im Maschinengeschäft gewesen. Die Quote WC/Sales sei in 2009 auf 41% (Vorjahr: 27%) gestiegen.

Die Anlageempfehlung der Analysten vom Bankhaus Lampe für die GILDEMEISTER-Aktie lautet nach wie vor "kaufen". Das Kursziel von 14,50 EUR werde bestätigt. (Analyse vom 19.04.2010) (19.04.2010/ac/a/d)




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